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Artikel:

„Die heutige Zauberbuch-Literatur feiert nicht nur das Supermedium“: Ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin Christine Lötscher (Ingrid Tomkowiak)

 

Auszug:

Christine Lötscher, diese Ausgabe von interjuli beschäftigt sich mit dem Motiv vom Buch im Buch. Worin liegt für dich die besondere Relevanz des Themas?

Die liegt einerseits ganz einfach darin, dass das Buch im Buch auf dem Kinderund Jugendmedien-Markt sehr präsent ist, und das sicher seit Michael Endes Die unendliche Geschichte. Zwischendurch ging das Interesse zuru?ck, nahm aber wieder stark zu, als sich die Sorge um das Buch als ein sterbendes Medium ausbreitete: Kinder und Jugendliche können plötzlich ganz andere Sachen machen als lesen, sie haben Videospiele und das Internet, Smartphones, Tablets, e-Reader und alles mögliche zur Verfu?gung – und diese Medien sind fu?r sie zunächst einmal viel spannender und attraktiver, wie ja auch die KIM- und die JIM-Studien zeigen. Von Filmen und Fernsehserien habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen, aber die gibt es natu?rlich auch. Das Buch kommt durch diese Konkurrenz in Bedrängnis. Gleichzeitig gab es diesen wahnsinnigen Boom mit Harry Potter, und seither ist das Buch im Buch immer präsent. Es gibt Jahre, in denen eine ganze Reihe von Bu?chern erscheint; ich nenne jetzt mal ein paar Beispiele: Die Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke oder die Zamonien-Bu?cher von Walter Moers, die auch von Jugendlichen gerne gelesen werden. Dann gibt es eine lange Reihe von englischsprachigen Romanen, in denen das Buch im Buch eine Rolle spielt. Im Moment erleben wir aber auf dem deutschen Buchmarkt einen kleinen Boom von Buch-im-Buch-Romanen. Dazu gehören ...

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