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Artikel:

Jugend und neue soziale Gemeinschaft: Historische Überlegungen zur Darstellung der emotionalen Vergemeinschaftung in Kinder- und Jugendmedien des Nationalsozialismus und der SBZ/DDR (Heidi Strobel)
  

 

Auszug (Einleitung):

Dass die Jugend die Erneuerung der Gesellschaft zu leisten habe, auf dieser Mission gründet seit Beginn des 20. Jahrhunderts der Mythos Jugend, der als Staatsdoktrin im Nationalsozialismus, später, wenn auch unter gegensätzlichen Vorzeichen, von der SED gepflegt wurde:

 

Was die Kommunisten an Identifikation mit militanter Jugendlichkeit versäumt hatten, holten sie bei ihrer Begründung eines neuen antifaschistischen Deutschland nach. In der Organisierung der Jugend programmierten sie in den ersten Jahren nach 1945 eine entscheidende Legitimation ihres Umsturzes: die Erweckung der, wie sie mit großem Aufwand belegten, unverdorbenen Kräfte des deutschen Volkes. (Trommler 18f.)

 

Die Jugend sollte an die DDR gebunden werden, indem sie den Staat und seine Instanzen lieben lernte, wie Dorothee Wierling (103-117) in ihrem historischen Generationenportrait von 1949 darlegte. Hass hingegen sollte den Klassenfeind treffen.

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